Quant hat gegenüber dem Hoch von rund 370 Dollar fast die Hälfte seines Werts verloren. Damit rückt eine wichtige Unterstützungszone um 183 Dollar in den Mittelpunkt der MCO-Videoanalyse vom 20. Oktober 2026. Auf den jüngsten zugehörigen Charts steht QNT bei rund 194 Dollar. Der große Abstand zum Hoch allein beweist jedoch noch keinen Boden. Entscheidend ist, ob Käufer an der Unterstützung tatsächlich eine belastbare Erholung einleiten können.
Der September-Ausbruch steht auf dem Prüfstand
Über Jahre bewegte sich Quant seitwärts, ohne einen klaren Trend auszubilden. Im September gelang dann der Ausbruch über eine alte abwärtsgerichtete Trendlinie. Das eröffnete die Möglichkeit, diese Phase hinter sich zu lassen. Der scharfe Rücksetzer stellt nun die Qualität des Ausbruchs auf die Probe: Kann der Markt sich oberhalb der alten Begrenzung stabilisieren und den Anstieg fortsetzen, oder vertieft sich die Korrektur?
Im Tageschart liegt bei 182,57 Dollar das 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement des vorherigen Anstiegs. Die orange Elliott-Wellen-Zählung der MCO-Analyse ordnet den Rückgang als mögliche vierte Welle einer übergeordneten fünfteiligen Aufwärtsbewegung ein. In diesem Szenario könnte die Unterstützung die Grundlage für eine fünfte Welle und ein weiteres Hoch bilden. Das ist eine bedingte Interpretation des Kursverlaufs, noch kein bestätigter Wendepunkt.

Warum der Stundenchart noch keine Entwarnung gibt
Im Stundenchart verläuft der jüngste Kursrückgang innerhalb eines abwärtsgerichteten Kanals. MCO interpretiert die Bewegung seit dem September-Hoch als A–B–C-Korrektur: Auf einen ersten Rückgang folgte eine zwischenzeitliche Erholung, anschließend eine weitere Abwärtsstrecke. Die Welle C ist inzwischen unter das Tief der Welle A gefallen. Genau diese Entwicklung hatte die Analyse innerhalb der angenommenen Struktur erwartet.
Die nahe Fibonacci-Unterstützung ist in diesem Chart bei 183,05 Dollar eingezeichnet. Sie liegt dicht an der Marke des Tagescharts und erklärt die Bedeutung der 183-Dollar-Zone. Eine erkennbare Korrekturstruktur bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Verkaufsdruck erschöpft ist. Die Videoanalyse lässt ausdrücklich offen, ob der Rückgang vor einer tragfähigen Erholung noch eine komplexere Form annimmt.

Was eine Erholung überzeugender machen würde
Das früheste Signal für ein mögliches lokales Tief wäre ein Ausbruch über die obere gelbe Begrenzung des Abwärtskanals. Über diesen ersten Hinweis hinaus sucht MCO nach einem impulsiven Anstieg mit einer erkennbaren fünfteiligen Wellenstruktur. Eine solche Bewegung würde die Annahme stützen, dass der nächste Aufwärtsabschnitt beginnt.
Die Unterscheidung ist wesentlich: Auch innerhalb einer noch laufenden Korrektur kann der Kurs kräftig zurückspringen. Zum Zeitpunkt der Analyse fehlte weiterhin eine überzeugende Reaktion nach oben. Das Halten einer Fibonacci-Marke und sichtbare neue Kaufbereitschaft sind deshalb zwei unterschiedliche Prüfsteine. Für das orange Szenario müssen beide zusammenkommen.
Wo die Annahme einer vierten Welle scheitern würde
Unter 147,42 Dollar wäre der Rückgang aus Sicht von MCO zu tief für das betrachtete Szenario einer vierten Welle. Darunter verläuft die ältere Trendlinie aus dem Tageschart, die noch etwas Halt bieten könnte. Eine Reaktion an dieser Linie würde die bisherige Welleninterpretation aber nicht automatisch wiederherstellen.
Falls die Käufer die Kontrolle zurückgewinnen, nennt die Analyse Widerstände um 360 und 430 Dollar. Das sind mögliche Hürden auf einem Aufwärtsweg, keine zugesicherten Kursziele. Bei Quants starken Schwankungen zählt zunächst die Reihenfolge: Unterstützung verteidigen, den fallenden Kanal verlassen und einen impulsiven Anstieg zeigen. Solange diese Bestätigung fehlt, bleibt die 183-Dollar-Zone eine Bewährungsprobe, die der Markt erst noch bestehen muss.
